Trockenheit im Weinberg: Reben kämpfen mit Trockenstress

Die Hitze und lange Trockenphase der letzten Wochen hinterlassen ihre Spuren in unseren Weinbergen. Vergilbende Blätter an der Laubwand sind die Folge. Besonders die jungen Reben leiden unter dem sogenannten Trockenstress. Die älteren Reben stecken den Wassermangel besser weg, da sie tiefer wurzeln.

Die Konsequenz für Qualitätswinzer Ulrich Fuchs: Manuelles Bewässern der Jungfelder. Diese Arbeit ist nicht nur mühsam, sondern auch sehr zeitintensiv, da 5 Liter Wasser mittels Wasserlanze an den Wurzelhals einer jeden Rebe ausgebracht werden. Und Zeit ist schließlich kostbar – vor allem in diesen Wochen, in denen viel zu tun ist im Weinberg, wie das Reben heften, Reben gipfeln, Böschungen mähen usw.

Ulrich sagt: „Wir Winzer sind von der Natur abhängig. Jedes Jahr lässt man sich auf ein neues Spiel ein. Das macht es spannend.” Etwas Spannung will er zukünftig jedoch herausnehmen. Er denkt über eine fest installierte Bewässerungsanlage in seinen quer terrassierten Steillagen nach, da er in den nächsten Jahren mit noch stärkeren und längeren Trocken- und Hitzeperioden rechnet.