Weinbau im März: Rebenbiegen und -anbinden

Achtsames und behutsames Rebenbiegen und -anbinden

Das Binden der Reben folgt unmittelbar im Anschluss an den Rebschnitt und ist eine typische Handarbeit, die im Frühjahr anfällt. Früher übernahmen die Winzerfrauen und ihre Helferinnen mit geschickten Händen das Rebenbinden. Ausgerüstet mit einem Bündel gut gewässerter Weidenruten und einem kleinen, aber scharfen Messer zogen sie so von Rebstock zu Rebstock.

Heute übernimmt der Chef höchstpersönlich diese wichtige Aufgabe, denn sie beeinflusst maßgeblich die Qualität des kommenden Weins. Für diese Arbeit benötigt er feinen Bindedraht und eine spezielle Bindezange. Unterstützt wird Ulrich Fuchs von seinem Team, das bis vor dem ersten Austrieb der Reben mit dem Biegen und Anbinden tausender Fruchtruten beschäftigt ist.

Die Arbeit in frühlingsfrischer Luft mag für den Betrachter aussehen wie die reinste Erholung, doch wie so oft ist auch diese Weinbergsarbeit mit einigen Mühen verbunden. Gerade bei größeren Flächen ist durchaus Eile geboten, denn die Bindearbeiten sollten bis Mitte April beendet sein. Zudem ist ein achtsamer und behutsamer Umgang beim Rebenbiegen und -anbinden ein absolutes Muss, da die Reben sonst leicht brechen können.

Durch das Biegen der Reben wird die Voraussetzung für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung der Triebe, für eine homogene und durchlüftete Laubwand und für einen gut verteilten Traubenbehang geschaffen.

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