REZEPTVORSCHLAG IM HERBST: „Gräwes“ – deftiges Winzergericht von der Mosel

Passend zum Erntemonat Oktober empfiehlt Seniorchef Bruno Fuchs „Gräwes“, ein einfaches, deftiges Winzergericht von der Mosel, das er schon als Kind liebte. Die Basis bilden Sauerkraut und Kartoffelpüree.

Wir wünschen einen „Guten Appetit!“

 

REZEPT: „Gräwes“ – Sauerkraut-Kartoffelpüree mit viel Zwiebeln

 

ZUTATEN (für 4 Portionen):

125 g Speck durchwachsen
250 g Sauerkraut
2 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
0,5 TL Kümmel
125 ml LEO FUCHS-Riesling trocken
350 g Kartoffeln
20 g Butter
Pfeffer
Salz
Muskatnuss
150 ml Milch
1 TL Öl
2 Zwiebeln, halbiert in Scheiben geschnitten
Tropfen von Balsamico-Essig dunkel

 

ZUBEREITUNG

  1. Den Speck in feine Würfel schneiden und in einem trockenen Topf glasig braten. Das etwas zerpflückte Sauerkraut mit Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und Kümmel dazugeben und sofort den Riesling dazu gießen. Mit Deckel bei milder Hitze etwa 60 Minuten garen.
  2. Nebenbei die Kartoffeln waschen, schälen und in groben Stücken in gesalzenem Wasser 20 Min. garen. Abgießen, mit Butter zerstampfen, mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen und mit einem Schneebesen so viel kochende Milch unterschlagen, bis ein nicht zu weiches Püree entstanden ist.
  3. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebeln darin unter mehrmaligem Wenden goldbraun braten, mit Pfeffer und Salz würzen und ein paar Tropfen Balsamico (ersatzweise Tröpfchen von Maggiwürze) darüber träufeln.
  4. Das Sauerkraut mit dem Püree mischen, die gebratenen Zwiebeln darüber geben und servieren.

Dazu passt alles, was auch sonst gerne zu Sauerkraut gegessen wird, wie etwa Kasseler,  Zander oder auch gebratene Blut- und Leberwurst.

 

DIE PASSENDE WEIN-BEGLEITUNG:

Zu dieser deftigen Hausmannskost mundet am besten ein klassischer Riesling von LEO FUCHS, z.B. das trockene Hochgewächs aus der Lage Pommerner Sonnenuhr (Nr. 1127) oder das feinherbe Hochgewächs aus der Lage Pommerner Zeisel (Nr. 2127) .

 

WAS IST „GRÄWES“ UND WOHER KOMMT ES?

Das typische Alltagsgericht für die Moselwinzer musste in vergangenen Generationen drei Bedingungen erfüllen: Es sollte nahrhaft, günstig und schnell in der Zubereitung sein. Gerade in der Erntezeit war auch das Warmhalten ein Thema, denn die Hausfrauen brachten ihren Männern und den „Herrestleut“ (das sind die Erntehelfer) das Essen in „Marmittchen“ (Henkelmänner) zum Verzehr direkt in den Wingert. Während der Weinlese das Mittagessen zu Hause einzunehmen war unüblich, man wollte ja das Tageslicht so weit wie möglich ausnutzen und keine Zeit verlieren.

Die Zeiten haben sich geändert, doch „Gräwes“ schmeckt heute noch genauso gut wie früher – ob mit Kasseler, mit Zander oder einfach nur „pur“ mit viel Zwiebeln. Für Feinschmecker Bruno Fuchs darf zum „Gräwes“ gerne auch gebratene Blut- und Leberwurst auf den Teller kommen und dazu reichlich geröstete Zwiebelringe – sein ganz persönliches Lieblingsessen während der kräftezehrenden Weinlese.