WEINWissen

…wie sich das Aroma beim Riesling entwickelt?

Zunächst ist der Riesling geprägt von grünen Noten von Apfel und Citrus, entwickelt sich in Birnenaromen und gelbem Apfel, über Pfirsisch, Aprikose bis hin zu exotischen Früchen, bevor der Riesling überreife Botrytisnoten annimmt. wie-veraendert-sich-das-weinaroma-beim-riesling

…dass hochwertige Weißweine ein Lebensalter von mehreren Jahrzehnten erreichen können?

Hochwertige Weine wie Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eisweine entwickeln ihre volle Reife und Eleganz in der Regel erst nach Jahren. Daher eigenen sie sich besonders für eine lange Lagerung. Es gilt: Je höher die Qualität, desto besser die Voraussetzung für eine lange Lagerung.

…wie die Perlen in den Sekt kommen?

Bei der Sektherstellung werden Weine ein zweites Mal vergoren. Dabei entsteht Kohlensäure, die im Produkt verbleibt und das Charakteristikum des Schaumweins ausmacht. Qualitätsmerkmal für Sekt ist in erster Linie der Grundwein und in zweiter Linie das Herstellungsverfahren. Wir schätzen für unsere Qualitätsweine daher die klassische Flaschengärung, bei der die zweite Gärung in der Flasche erfolgt. Dabei werden die einzelnen Flaschen so lange "gerüttelt", also gedreht und dabei langsam aufgerichtet, bis sich die Hefe im Flaschenhals abgesetzt hat. Dann wird die Hefe entfernt, ohne dass der Sekt die Flasche verlässt.

…warum Moselweine so mineralisch schmecken?

Der Antwort liegt in der Bodenbeschaffenheit, die besonders prägend für den Moselwein ist. An der Mosel wird diese vom Schiefer dominiert. Diese Schieferböden speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts wieder ab. Der feine Verwitterungsschiefer verrottet ständig und liefert dem Boden Mineralien wie Kalium, Calcium und Magnesium. Die Rebwurzeln transportieren diese Mineralien in die Frucht. Deshalb schmecken die Weine aus den Schiefersteillagen an der Mosel besonders würzig und mineralisch.

…dass Weinstein ein Zeichen für viel Aroma im Wein ist?

Die Kristalle im Wein sind weder schädlich noch sind sie ein Zeichen mangelnder Qualität – ganz im Gegenteil. Sie sind ein Zeichen für einen hohen Gehalt an Mineralien, der vor allem bei älteren Weinen zu finden ist. Je reifer die Trauben, desto größer ist der Anteil an Weinsäure. Und je länger sie am Rebstock reifen, desto länger haben die Trauben auch Zeit, aus dem Boden viele Mineralien aufzunehmen. Treffen diese Mineralien und Weinsäure aufeinander, so kann sich nach und nach Weinstein bilden. Diese Kristalle lösen sich nicht am Wein, sondern sie fallen aus – an der Flaschenwand, am Boden, am Verschluss oder bereits im Tank. Daher gießt man Weißwein mit Weinstein am besten ganz vorsichtig aus der Flasche, damit der Weinstein in der Flasche bleibt und möglichst nicht ins Glas gelangt.

…dass all unsere Weißweine vegan sind?

Weine von LEO FUCHS sind schon seit vielen Jahren vegan, da wir beim Weinausbau auf den Einsatz von tierischen Hilfsmitteln verzichten, die den Wein klären und schönen. Somit können auch Veganer bedenkenlos und mit einem guten Gefühl unsere trinkfreudigen Weißweine genießen.

…warum wir unsere Weine, die z. B. mit einer Goldenen Kammerpreismünze ausgezeichnet wurden, nicht extra auf der Flasche auszeichnen?

Mit der Abfüllung der Jungweine im März etikettieren und verpacken wir auch gleich unsere Weine. Weinprämierungen und folglich Auszeichnungen einzelner Weine, wie z. B. eine Goldene Kammerpreismünze, folgen erst im Jahresverlauf. Haben Sie daher bitte Verständnis, dass wir die bereits in Kartons verpackten Flaschen daher nicht nochmal auspacken und nachträglich auszeichnen.

…was sich hinter der Auszeichnung „Großes Gewächs“ verbirgt?

Ein Großes Gewächs des Bernkasteler Rings ist eine Premiumlinie geschmacklich trockener Riesling-Weine. Diese stammen ausschließlich von Steillagen und zeichnen sich durch ein außergewöhnliches Reifepotenzial aus. Voraussetzungen für dieses Spitzensegment sind: eine selektive Handlese, eine auf 50 Hektoliter je Hektar limitierte Erntemenge und eine strenge sensorische Prüfung. Große Gewächse erkennt man an folgendem Logo: Unser Weingut LEO FUCHS ist seit vielen Jahren Mitglied im Bernkasteler Ring e.V., der ältesten Versteigerungs-Gesellschaft in Deutschland. Die Winzervereinigung zählt 36 Mitgliedsweingüter, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Riesling-Weinbergen in Steillagen bewirtschaften und sich der Erzeugung „besonderer Qualität“ verpflichtet haben. Zwischen 2010 und 2014 schafften wir es 4x mit der Linie Großes Gewächs Bernkasteler Ring Siegerweine zu verzeichnen – eine Bilanz, die uns stolz und zufrieden macht und uns gleichzeitig Ansporn gibt, auch in Zukunft klare, trinkfreudige Weißweine von höchster Traubengüte auszubauen.

…was sich hinter der Auszeichnung “Siegerwein” verbirgt?

Ein Siegerwein wird als bester Wein einer bestimmten, für Jahrgang und Region jeweils typischen Kategorie eines Anbaugebietes unter den goldprämierten Weinen der aktuellen rheinland-pfälzischen Wein- und Sektprämierung ausgewählt. Der Siegerwein gilt somit als Leitwein des Jahres für die jeweilige Kategorie im Anbaugebiet. siegerwein_600x450 Was ist die Wein- und Sektprämierung? Die Wein- und Sektprämierung wird seit vielen Jahren von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz durchgeführt. Sie soll die Erzeugung und den Absatz von qualitativ herausragenden Weinen und Sekten fördern. Jeder Wein wird verdeckt von einer Prüfungskommission auf Geruch, Geschmack und Harmonie geprüft und nach dem 5-Punkte-Schema der DLG bewertet. Ab einer bestimmten Punktzahl werden die Weine und Sekte mit der Goldenen, Silbernen oder Bronzenen Kammerpreismünze ausgezeichnet. Wie kann ein Wein zum Siegerwein werden? Jeder Wein der ausgewählten Kategorien muss zunächst die Hürde der Prämierung mit bestem Erfolg genommen haben. Das bedeutet, dass ein Wein nur dann in die engere Wahl zum Siegerwein kommen kann, wenn er schon mit einer Goldenen Kammerpreismünze ausgezeichnet wurde. Wer wählt die Kategorien aus? Die Kategorien werden im Vorfeld der Prämierung von den sechs rheinland-pfälzischen Weinbauverbänden festgelegt. Dabei sollen die typischen Weine der Region und auch des Jahrgangs in einer spezifischen Kombination von z.B. Rebsorte, Qualitätsstufe und Ausbau (= Kategorie) ausgewählt werden. Das bedeutet, dass die Kategorien von Jahr zu Jahr durchaus wechseln können. So kann es beispielsweise nicht immer eine Kategorie "Eiswein" geben. Wer wählt die Siegerweine aus? Die Siegerweine werden in speziellen Selektionsproben in jedem Anbaugebiet getrennt ausgewählt. Die Jury besteht dabei aus Sachverständigen, Fachjournalisten, Gastronomen, Sommeliers, Fachhändlern, Winzern und Verbrauchern. Welchen Siegerwein stellte das Weingut LEO FUCHS in 2014? In der Kategorie trockene Weine von der Mosel gewann unser 2013er Pommerner Rosenberg Großes Gewächs Bernkasteler Ring Riesling trocken (Nr. 1143) aus dem Pommerner Rosenberg. Einen weiteren dritten Platz im gleichen Test erzielte unser 2013er Riesling-Hochgewächs trocken (Nr. 1123) aus der Pommerner Sonnenuhr. Erstmals gewann unser Weingut 2006 einen Siegerwein, 2007 und 2008 folgten weitere in der Kategorie halbtrocken / feinherb. Zwischen 2010 und 2014 schafften wir es sogar 4x mit der Linie Großes Gewächs Bernkasteler Ring in der Kategorie Riesling trocken premium Siegerweine zu verzeichnen. ... ein gutes Gefühl.

…was sich hinter der Auszeichnung „Staatsehrenpreis“ verbirgt?

Für einen Staatsehrenpreis qualifiziert sich ein Betrieb, der den dafür erstellten Kriterienkatalog in den Bestimmungen der Landesprämierung vollständig erfüllt. Das Land Rheinland-Pfalz hat unserem Weingut schon mehrmals diese hohe Auszeichnung verliehen, zuletzt in 2016.

…ein Qualitätswein?

Laut dem Aktuellen Deutschen Weinrecht gehört ein Qualitätswein - wie auch ein Prädikatswein - zu der Gruppe der Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Deutscher Wein darf nur als „Qualitätswein“ bezeichnet werden, wenn für ihn auf Antrag eine amtliche Prüfungsnummer (AP-Nr.) zugeteilt worden ist, die auf dem Etikett dokumentiert sein muss.

…ein Prädikatswein?

Zusätzliche Anforderungen für einen Prädikatwein sind neben den Anforderungen für einen Qualitätswein laut Aktuellem Deutschen Weinrecht: 1. eine Erhöhung des Alkoholgehaltes (anreichern) darf nicht vorgenommen werden, 2. der Wein darf nicht mit Eichenholzstücken („Chips“) behandelt werden, 3. eine Entalkoholisierung ist nicht erlaubt. Für Prädikatsweine gelten die höchsten Qualitätsanforderungen hinsichtlich der Reife, Harmonie und Eleganz. Es gibt sechs verschiedene Prädikate, wiederum mit unterschiedlichen Mindestmostgewichten je nach Rebsorte und Anbaugebiet. Die Prädikate in aufsteigender Reihenfolge: 1. Kabinett: Feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt. 2. Spätlese: Vollreife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden. 3. Auslese: Edle Weine aus vollreifen Trauben, die durch Edelfäule konzentriert sein können. Unreife Beeren werden ausgesondert. 4. Beerenauslese: Volle fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren. 5. Eiswein: Aus Trauben, die in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gefroren gekeltert werden, so dass nur das Frucht-Konzentrat ausgepresst wird. Das Mindestmostgewicht entspricht dem einer Beerenauslese. 6. Trockenbeerenauslese: Aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die Trockenbeerenauslese die Spitze der Qualitätspyramide. Süß und honigartig hat sie eine extreme Alterungsfähigkeit von Jahrzehnten. Solche Weine können nicht in jedem Weinjahrgang geerntet werden.

…der Bernkasteler Ring?

Im Bernkasteler Ring e.V. vereinen sich 36 Weingüter an Mosel, Saar und Ruwer – von Wiltingen an der Saar bis nach Winningen an der Terrassen-Mosel – deren Leidenschaft es ist, den einzigartigen Steillagen des Mosel-WeinKulturLandes hervorragende Spitzenweine zu entlocken. Der Bernkasteler Ring ist die älteste Weinversteigerungs-Gesellschaft in diesem Anbaugebiet und besteht seit 1899. Die Mitglieder der Winzervereinigung, zu denen auch unser Weingut Leo Fuchs gehört, bewirtschaften einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Riesling-Weinbergen in Steillagen und haben sich der Erzeugung „besonderer Qualität“ verpflichtet. Jedes Jahr Anfang Juni präsentieren die Ring-Mitglieder den neuen Jahrgang auf der großen Riesling-Präsentation. Die traditionelle Auktion der Prädikatsweine findet jährlich Mitte September statt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bernkasteler Rings. Zur Webseite des Bernkasteler Rings

…eine Querterrasse?

Eine Querterrasse kann man sich bildlich vorstellen wie eine große Treppe, die zunehmend in steilen Hanglagen angelegt wird. Entlang der Kante der "Treppe" werden dann die Weinreben angepflanzt. An den Seitenrändern sind Serpentinen eingebaut, so dass ein Traktor oder Schmalspurschlepper von einer Terrasse zur nächsten fahren kann. Das folgende Bild zeigt die Entstehung unserer Querterrasse in der Weinlage "Pommerner Zeisel" in 2008: querterrassierung-pommerner-zeisel_600x450 Unsere erste Querterrasse entstand bereits 2005 in der Lage "Pommerner Rosenberg", insbesondere, weil dieses Steillagenbewirtschaftungssystem viele Vorteile gegenüber dem klassischen Falllinienanbau bietet. So sind es neben der genannten Befahrbarkeit der Terrassen und einer verminderten Erosion der Böden, die positive Auswirkung auf die Traubenqualität und zahlreiche ökologische Vorteile, die uns von der Querterrassierung in Steillagen überzeugt.

…Riesling?

Der Riesling gilt als der eleganteste und feinste Weißwein Deutschlands. Neben dem duftigen Bukett ist sein weiteres Hauptmerkmal die fruchtige und elegante Säure, die dem Wein auch seine gute Lagerfähigkeit verschafft. Infolge unterschiedlicher Lagen- und Bodenverhältnisse haben Rieslinge oft recht deutliche Geschmacksunterschiede. So können sie feinfruchtig und rassig sein oder würzig, extraktreich und breit oder filigran, verhalten mit delikatem Säurespiel.

…Rivaner?

Rivaner ist eine synonyme Bezeichnung für die Rebsorte Müller-Thurgau. In jüngster Zeit wird in deutschen Anbaugebieten unter Rivaner ein Wein vermarktet, der sich qualitativ von den bisherigen Müller-Thurgau Weinen abhebt.

…Chardonnay?

Der Chardonnay ist eine weiße Rebsorte, die nicht nur in Frankreich Spitzenweine hervorbringt. Diese Rebsorte wird trocken ausgebaut und zeigt sich rassig, duftig, mit viel Frucht und Körper, fein, mundig und nuancenreich im Aroma.

…Weißburgunder?

Der Weißburgunder, auch Pinot blanc genannt, ist ein vollmundiger, vornehmer, extraktreicher Weißwein mit einem charakteristischen walnussartigen Geschmack und einem eher neutralen Bukett, der mitunter herausragend elegant sein kann.

…Grauburgunder?

Grauburgunder ist ein Synonym für Ruländer, das immer öfter verwendet wird, wenn der Ruländer trocken, rassig und elegant ausgebaut wird. LEO FUCHS verleiht er der Sinfonie, einem Cuvée aus weißen Burgundersorten, die besondere Note.

…Auxerrois?

Der Auxerrois ist eine französische weiße Rebsorte, deren Wein dem Weißburgunder ähnelt, der jedoch etwas mehr Bukett und Körper besitzt. Neben Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder schmecken Sie auch Auxerrois in der Sinfonie von LEO FUCHS heraus.

…Gewürztraminer?

Der von Weinfreunden als Spezialität geschätzte Weißwein hat ein recht würziges Bukett, das manchmal an Rosen erinnert, und eine aromatische Geschmacksnote. Er ist mild, extraktreich und verhältnismäßig alkoholreich.

…trocken?

Ein Wein wird dann als trocken eingestuft, wenn der Restzuckergehalt maximal 9 g/l beträgt, wobei der Säuregehalt höchstens 2 g/l niedriger sein darf. Klassisch trocken erlaubt nur 4 g/l Restzucker.

…halbtrocken?

Halbtrockener Wein darf maximal 9 bis 18 g/l unvergorenen Zucker enthalten, wobei der Zucker nicht mehr als 10 g/l über dem Säuregehalt liegen darf. Diese Weine haben eine leichte Restsüße. Bei hohem Säuregehalt können sie durchaus auch trocken schmecken. Ist der Säuregehalt niedrig, kann das Gegenteil eintreten und der Wein einen deutlich süßen Geschmack aufweisen.

…feinherb?

Der Gehalt an Restzucker liegt bei feinherben Weinen über der Grenze von trocken mit 9 g/l, jedoch deutlich unter dem Höchstwert von lieblich bis 45 g/l. Ein feinherber Wein kann damit sowohl halbtrocken als auch lieblich sein. In der Regel weisen feinherbe Weine einen Restzuckergehalt zwischen 15 bis 25 g/l auf.

…lieblich?

Wein mit deutlich süßer Geschmacksausrichtung beschreibt man als lieblich. Nach dem deutschen Weingesetz liegt der Restzuckergehalt über dem der halbtrockenen Weine, (18 g/l) bis zu 45 g/l Restzucker.

…süß oder edelsüß?

Der Geschmack von süßen oder edelsüßen Weinen wird von Zucker oder anderen süßen Weininhaltsstoffen dominiert. Das europäische Weingesetz definiert bei süßen Weinen einen Restzuckergehalt von mehr als 45 g/l.